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Telefonsex

27.09.2014

 

Was denken Sie eigentlich über Leute, die telefonisch Neukunden akquirieren ?

 

Ich muss das jetzt einfach mal fragen, denn ganz offensichtlich gehen die Vorstellungen bei Auftraggebern und Auftragnehmern hier weit auseinander.

 

Auf Auftraggeberseite wird der Neukundenakquise verstärkt Beachtung geschenkt. Der Irrglaube – nur mit neuen Kunden ist dauerhaft Geschäft zu machen – sei hier nur am Rande erwähnt. Bei vielen ist der gepflegte Umgang "danach" leider in Vergessenheit geraten; dabei ist es oft einfacher, Bestandskunden um Referenzen und Empfehlungen zu bitten und daraus  Folgeaufträge zu generieren. Klar, das setzt ordentliche Arbeit, einen zufriedenen Kunden und jemanden voraus, der den Kunden nach getaner Arbeit fragt, ob denn alles zu seiner Zufriedenheit gelaufen ist. (Und dabei geht es nicht um die "Schatz-wie-war-ich"-Frage.)

 

Zurück zur Neukundenakquise. In den vergangenen Wochen fielen mir mehrere Logistiker auf, die nach Neukundenakquisiteuren suchten. Nachgefragt stellte sich heraus, dass freie Mitarbeiter, gern Hausfrauen oder Studentinnen, die gesucht wurden.

 

Ihr Job: Die Suche nach Neukunden für Projektumzüge, Containertransporte und internationale Firmenumzüge. Fachliche Voraussetzungen waren nicht erforderlich, lediglich ein Telefon und ein PC. Und weil es sich ja um Freiberufler handelt, wurde eine großzügige Provisionszahlung "auf Erfolgsbasis" in Aussicht gestellt.

 

Wir wechseln jetzt die Sichtweise in die Position einer Hausfrau, sagen wir Mitte 20, im Moment leider ohne festes Einkommen, blond und hoch motiviert, Geld zu verdienen – Zalando lockt! Die "Gelben Seiten" sind schnell zur Hand, passende (Ansprech-)Partner eher selten. Ein Kaffee muss her, bevor die Motivation auf dem Tiefstpunkt landet. Noch immer weiß sie nicht so richtig, was sie den Angerufenen sagen soll, nur dass ihr Chef über alle notwendigen Erfahrungen und Gerätschaften verfügt, um ihn glücklich zu machen. 

 

Nach drei Wochen hat sie noch immer keinen Cent verdient. Sie bleibt unbezahlt und Zalando muss auf den Einkauf der jungen Frau leider weiterhin verzichten. Ihr Chef ist sauer, weil er keine neuen Kunden bekommen hat und sie, weil sich ihre Hoffnung auf einen Zuverdienst zerschlagen hat.

 

Allen, die es noch immer nicht begriffen haben,  sei Folgendes gesagt: Das Modell, jemanden auf Erfolgsbasis und ohne Hintergrundwissen einfach ans Telefon zu setzen, erinnert mich fatal an die Mädels, die im ältesten Gewerbe der Welt tun, was man von ihnen erwartet, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

 

Mit dem Telefon über die grüne Wiese zu laufen, um Kunden einzufangen, war gestern. Zum Glück. Heute informieren sich private wie geschäftliche – in jedem Fall aber emanzipierte – Kunden über vorhandene Dienstleistungsangebote. Sie kaufen, wann und bei wem sie wollen.

 

Es geht nicht um den "Quickie" am Telefon, darum, einen potientiellen Interessenten buchstäblich platt-zu-flirten, sondern um einen Erstkontakt, der gut überlegt sein will und die Grundlage für eine langfristige Geschäftspartnerschaft legt.

 

 

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Eingestellt von Brigitte Rossa 

 

 

 

 

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